Konversation mit Alexa

Anders als Amazon immer mal wieder unterschwellig propagiert, setzt man mit Alexa nicht auf Technologien, die unter das sogenannte Deep Learning fallen. Das bedeutet; kontextabhängige und/ oder grammatikalische Analysen können von Alexa nicht durchgeführt werden.

Alexa ist nicht dazu imstande, Sätze aus dem Kontext heraus zu verstehen.

Die Interaktion mit Alexa läuft immer nach einem (vor-)definierten Schema ab. Nur so ist Alexa dazu imstande, zu verstehen, was von ihr gewollt ist. Nichtsdestotrotz kann Alexa über geringfügige Abweichungen im Schema (Satzgefüge) hinwegsehen.

Wake word

Eine Interaktion mit Alexa wird durch Nennung des sogenannten Wake word (zu Deutsch: Weckwort) begonnen. In den Standardeinstellungen lautet das Weckwort Alexa und weckt das -Gerät aus seinem Ruhezustand auf.

Starting Phrase

Nach dem Weckwort folgt eine spezielle Startphrase. Diese aus einem oder mehreren Wörtern bestehende Startphrase kann nicht vom Alexa Skill Entwickler selbst bestimmt, sondern ist vorgegeben und muss ergo vom Alexa Voice Service unterstützt werden.

Die Interaktion mit einem benutzerdefinierten Skill kann auf zwei Arten verlaufen:

#1 Skill wird aufgerufen, ohne das eine Aufforderung geäußert wird.

Dem Skill wird eine Startaufforderung (LaunchRequest) übermittelt. Die Kommunikation mit dem Skill verläuft nur in eine Richtung. Alexa hört den Namen des Skills und greift unverzüglich auf die hierzu hinterlegte Funktion – also den Code – zurück.

In vielen Fällen reicht es aus, lediglich das Aktivierungswort (default: Alexa) und den Aufrufnamen (Invocation name) des Skills zu sagen.

Unter anderem werden folgende Startphrasen unterstützt:

  • „Aktivierungswort , starte < Name des Skills >“
  • „Aktivierungswort , öffne < Name des Skills >“
  • „Aktivierungswort, lade < Name des Skills >“
  • „Aktivierungswort, frage < Name des Skills >“

#2 Skill wird aufgerufen, und gleichzeitig wird eine Aufforderung geäußert.

Dem Skill wird eine Absichtsaufforderung (IntentRequest) mit einer spezifischen Absicht übermittelt. Die Absichtsaufforderung werden aus den Musteräußerungen (Utterances) abgeleitet, diese müssen zunächst definiert und den Absichten zugeordnet werden.

Aufgerufen werden kann ein solcher Skill durch Nennung des Aufrufnamen und die Anforderung in einer unterstützten Phrase mit „öffne“, „starte“ oder „lade“, z.B.:

  • „Aktivierungswort, frage Videospiele Fakten nach Fakten zu Spielen von Nintendo.“

Invocation name

Invocation name (zu Deutsch: Aufrufname) ist der Name des Skills. Jeder Skill verfügt über eine eindeutige Bezeichnung.

Utterances & Intent

Ein Intent repräsentiert eine Aktion. Ein Intent ist äquivalent zu einer Schaltfläche auf einer Website.

Ein Intent nimmt eine Benutzereingabe an, im Falle von Alexa ist es ein Sprachbefehl, und führt basierend darauf einen Code (Lambda Funktion) aus. Optional können Intents über Argumente, genannt Slots, verfügen.

Jeder Nutzer denkt und redet anders. Aber viele meinen dennoch dasselbe. Das ist auch der Grund warum es Utterances (zu Deutsch: Äußerungen) gibt. Utterances können verschieden sein, rufen aber denselben Intent auf.

Ein Intent kann über mehrere Utterances verfügen. Beim erstellen von Utterances ist es wichtig, sich in den zukünftigen Nutzer des Skills hineinzuversetzen. Man sollte sich folgende Frage stellen; wie wird der Nutzer voraussichtlich mit dem Skill kommunizieren?

1 Kommentar

  1. Muss der Name des Skills immer an der Starting Phrase kommen oder kann der Name des Skills auch am Ende des Satzes sein?

    Ist anstelle von: „Alexa, frage Videospiele Fakten nach Fakten zu Spielen von Nintendo.“
    auch folgendes möglich: „Alexa, suche nach Fakten zu Spielen von Nintendo auf Videospiele Fakten“

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