Innogy Smart Home im Test

Innogy Smart Home Test Auch das Energiedienstleistungsunternehmen innogy möchte sich den Zukunftsmarkt rund um Hausautomation nicht entgehen lassen und vertreibt unter dem Namen innogy Smart Home intelligente Produkte. Die Produktpalette von innogy Smart Home lässt (fast) keine Wünsche offen. So umfasst das Produktportfolio Heizkörperthermostate, Zwischenstecker, Unterputz-Lichtschalter, Rauchmelder und Unterputz-Regler zur Rolladensteuerung. Nur um einige Komponenten zu nennen.
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Technischer Hintergrund

Kommunizieren tut das innogy Smart Home-System mittels eines proprietären Funkprotokolls (CoSip). Ein zum Router zwischengeschalteter Gateway ist daher Pflicht. Funken tut das Protokoll übrigens im Frequenzbereich 868,3 MHz. Dennoch hat sich innogy Smart Home anderen (System-) Anbietern nicht verschlossen. Und so lassen sich Komponenten Dritter mit dem innogy Smart Home-System koppeln, unter anderem: Alexa, Philips Hue, Netatmo, Buderus, Miele, Yale und SMA. Das funktioniert und ist in wenigen Minuten auch schon erledigt. Leider besteht noch keine Kompatibilität zu Google Assistant und HomeKit. Was etwas schade ist. Bei dem Smart Home-System von innogy ist eine Cloudlösung hintergeschaltet, d.h. bei der Fernsteuerung laufen die Eingaben nicht direkt über das Gateway, sondern über einen Server. Ebenfalls ist eine fortwährende Verbindung zum WLAN-Router/ Internet Pflicht. Zusätzliche Kosten entstehen in den ersten 24 Monaten keine. Nach 24 Monaten fällt eine jährliche Gebühr von 14,95 EUR für die Fernsteuerung an. Ich finde das mit den Kosten nicht weiter tragisch und begrüße einen solchen Schritt sogar. Da auch innogy laufende Kosten hat und diese zumindest mit diesem Schritt gedeckt werden können.

Einrichtung

Die Einrichtung verläuft unproblematisch, ist schnell erledigt und es bestehen keine großen Unterschiede zur Konkurrenz. Einfach die entsprechende App herunterladen, installieren und dann den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Die App führt einen mittels Grafiken und kurzen Videoclips Schritt-für-Schritt durch die Einrichtung. Optional kann die Einrichtung auch über einen Webbrowser am PC durchgeführt werden.

Komponente/ Geräte hinzufügen

Nach der grundlegenden Einrichtung des innogy Systems können sogleich die einzelnen Komponenten/ Geräte hinzugefügt werden. Hierzu einfach in den Bereich Geräte wechseln und dann auf das Plus (+)-Zeichen tippen. Gerät auswählen, welches man hinzufügen möchte und den Schritt-für-Schritt Anweisungen folgen. Alles super einfach.

Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche, sprich die App macht einen guten Eindruck. Hat aber noch Verbesserungspotential. Gerade was den Homescreen betrifft. So sind mehrere Aktionen notwendig um etwas zu erledigen. Das muss auch alles mit ein, zwei Aktionen gehen. Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt. Auch braucht die App wirklich lange zum starten. Mitunter bis zu zehn Sekunden und das sogar auf einem iPhone X. Hier muss und sollte innogy schleunigst nachbessern.

Funktionsumfang

Kommen wir nun zum wichtigsten, der Automation. Was kann das innogy System? Und wie kann das innogy Smart Home-System – natürlich samt der dazugehörigen Komponenten – zu einem mehr an Lebenskomfort beitragen? Zu aller erst ist zu sagen, dass sich alle Komponenten bequem vom Smartphone/ Tablet und Sprachgesteuert via Alexa steuern lassen und das nicht nur im heimischen WLAN, sondern auch von außerhalb aus. Außerdem steht es einen frei, weiteren Personen Zugriff auf das System zu gewähren. Bis jetzt hatte ich keine (Konnektivitäts-) Probleme was die Steuerung betrifft. Vorbildlich. Seine wahre Stärke entfaltet das innogy Smart Home jedoch, wenn es um das Thema Automationen geht. So interagieren die im System verbundenen Geräte über selbst erstellte Routinen problemlos miteinander. Und das gute, es ist kinderleicht Routinen nach den eigenen Wünschen zu erstellen. Und wem keine sinnvollen Routinen einfallen sollten, an den hat innogy ebenfalls gedacht. So stehen Vorlagen für nützliche Routinen bereit. Was bemängelt werden kann und das vollkommen zu Recht, ist das Fehlen jedweder Geofencing-Funktionen.

Getestete Komponenten

Einzelne Testberichte zu Komponenten:

Meine Erfahrungen

Nun in aller Kürze meine gesammelten Erfahrungen mit dem innogy Smart Home-System. Insgesamt bin ich wirklich zufrieden. Obwohl ich noch hier und da durchaus Verbesserungspotential sehe. Ich hatte bisher keine Verbindungsprobleme und auch sonst kann ich nichts nennen, was mich sonderlich groß stören würde. Routinen lassen sich kinderleicht erstellen. Das Produktsortiment deckt so gut wie alles ab. Nebendies stehen Alternativen von Drittanbietern für solche Komponente/ Geräte bereit, die innogy (noch) nicht selbst anbietet. So konnte ich die Leuchtmittel von Philips Hue problemlos zum innogy System integrieren. Außerdem existiert eine gute Community, die bei Problemen steht bemüht ist weiterzuhelfen. Hier der Link zur Community: https://community.innogy.com/ Weniger gefällt mir, dass die App relativ lange zum starten braucht und der Homescreen unnötige Dinge enthält. Auch wäre es an der Zeit Geofencing zu implementieren. Eine Integration zu HomeKit oder Google Assistant wäre ebenfalls ganz nett.
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